Der 40. Hilfstransport

Willkommen auf der Homepage der evangelisch-freikirchl. Gemeinden Altena (Westf.) und Altena-Dahle - www.christen-in-altena.de
Rubrik:
Unterstützte Werke  

Er kann's nicht lassen: Kurt Rosenkranz auf seiner 40. Hilfs-Tour

„Das Elend ist immer noch dasselbe“, beeilt er sich bei jeder Gelegenheit zu beteuern. Hunger, Armut, Straßenkinder... Deshalb kann es Kurt Rosenkranz nicht lassen: 40-mal steuerte der 54-Jährige einen dicken “Brummi” nach Rumänien oder andere Ostblockstaaten. Vom 16. bis 23. Februar 2001 ging der Disponent einer Spedition im Märkischen Kreis wieder auf Tour; diesmal mit einem Beifahrer aus Rosenheim und Hilfsgütern aus dem zentralen Lager der „Bibel- und Missionshilfe Ost“ (BMO)  im Westerwald. Kleider, Sanitäreinrichtungen, Fenster  und Türen sowie Medikamente waren diesmal bestimmt für das Kinderheim in Barled.

Auf dieser Tour  warteten die beiden Fahrer in ihrem MAN-40-Tonner „nur“ 18 Stunden an der ungarisch-rumänischen Grenze (früher waren es auch schon 48). Und alle Pannen passierten in der Reichweite hilfsbereiter rumänischer Christen:  bei Hermannstadt war ein Reifen platt (Stückkosten: 1.200 Mark), bei Brasov waren die Luftleitungen der Bremsen zugefroren und irgendwann ging auch noch das Getriebe kaputt (Schalten unmöglich). Aber nach 39 Touren allein durch Rumänien hat man schon eine recht gute Liste mit Namen und Telefonnummern hilfsbereiter Geschwister, nimmt es der 54-jährige Altenaer erstaunlich lässig.

Dabei wird es nicht leichter, Hilfsgüter nach Rumänien zu bringen: Weil immer mehr kommerzielle Importeure das Land als Absatzmarkt billiger Gebrauchtwaren entdeckt haben, erließ die rumänische Regierung Import-Beschränkungen. Haarklein müssen die Helfer der BMO nun aufführen, was sie mitbringen. Und für alles gibt es eine jährliche Höchstmenge. Wenn also irgendwann das Tonnen-Soll an Fenstern erschöpft ist, lassen die Rumänen keine Fenster mehr zu. Auch Rinderwahn sowie Maul- und Klauenseuche machen die Hilfstransporte schwer.

An der Grenze mussten die Deutschen unterschreiben, dass sie keine Lebensmittel mitführen. Dass es die Rumänen ernst meinen, erfuhren Kurt Rosenkranz und sein Mitfahrer diesmal in Brasov, wo bereits sieben Beamte auf sie warteten: Veterinär-Mediziner, Polizisten und Zöllner schauten in jedes Päckchen hinein.

Wie nötig die Menschen dort die Hilfe haben, mögen einige Zahlen zeigen: Der durchschnittliche Monatslohn eines Arbeiters liegt umgerechnet bei 140 bis 160 Mark.  Doch eine Familie zu unterhalten, kostet schätzungsweise vier- bis siebenhundert Mark. Allein in den letzten Monaten stiegen die Energiekosten für den durchschnittlichen Haushalt in Rumänien um etwa 200 Mark. Wie das dann überhaupt geht? Kurt Rosenkranz schmunzelt: „Die Frauen arbeiten mit. Und Rumänen sind erfindungsreich.“

Das Kinderheim in Barled braucht weiter große Hilfe. Zum 1. April sollen 38 Straßenkinder zusätzlich aufgenommen werden. In der etwa 120.000 Einwohner zählenden Stadt leben schätzungsweise 180 Kinder auf der Straße.

 Hier nennen wir Ansprechpartner und Sammelstellen.

BMO- Transport: Kurt Rosenkranz

Kurt Rosenkranz (links) vor einem früheren Transport der Bibel- und Missionshilfe Ost, der am Langen Kamp in Altena beladen wurde.

Dies ist ein Info-Angebot der evangelisch- freikirchlichen Gemeinden Altena, Lüdensch. Str. 20, und Al.-Dahle, Hochstr. 14, 58762 Altena

www.christen-in-altena.de  oder zurück zur Rubrik “befreundete Werke”

Im April 2002 war Kurt Rosenkranz schon wieder unterwegs: Unser Bericht

[Typisch] [Wir laden ein] [Wo wir sind] [Merk-Bar] [Service +]