Merk-Bar: Schiffsbauer

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Vater und Sohn bauen ein Schiff
 

Es war einmal...

... ein kleiner Junge und sein Vater, die bastelten ein Modellschiff. Viel Liebe und Zeit, Kreativität und Ideen flossen in das Prachtwerk. Alles sollte „echt” sein und richtig funktionieren. Von wegen Attrappe. Dann kam der große Augenblick: Der Vater und sein Sohn - stolz das Schiff vor der Brust - zogen aus zum See: Heute sollte das Schiff zu Wasser gelassen werden. Mit klopfendem Herz ließ der Sohn sein Modell in das für ihn bestimmte Element. Vater und Sohn schauten sich glücklich an, als das Boot wie ein richtiger Dampfer losfuhr.

Das Schiff auf neuem Kurs
Das Schiff fuhr und fuhr. Doch plötzlich: Ja, welchen Kurs nahm es? Die See war weit und wild. Doch unbeirrt nahm es Kurs auf in eine unbekannte Welt. Vater und Sohn riefen. Sie rannten am Ufer entlang, winkten und fuchtelten mit den Armen. Bis die Krönung ihres gemeinsamen Schaffens außer Sichtweite geriet.

Traurig gingen Vater und Sohn  heim.

Die Entdeckung
Wochen später schlenderten die beiden durch die Einkaufszone. Sie wollten achtlos an einem unscheinbaren Schaufenster vorbeigehen. Der alte Trödel hatte - so schien es - auf das Fenster abgestaubt. Aus einem Augenwinkel blitzte den Jungen im letzten Augenblick etwas an: S E I N Schiffchen!!

Der Junge war kaum zu halten, zog den Vater aus Leibeskräften in den Laden - noch bevor der richtig verstand. Doch dann fiel es auch in seinen Blickwinkel: das verlorene Schiff!

Der teure Kaufpreis
Der Junge stürmte auf das Ausstellungsstück, umarmte es und jubelte. Er wollte schon wieder zur Tür heraus, als der Ladenbesitzer mit geschäftigem Blick heranstürmte. „Das kostet 100 Mark! Das ist viel Geld, mein Junge!” - „Aber, aber - das ist mein Schiff!” Der Alte schüttelte das erhobene Haupt. „Ich habe es gefunden. Es muss jemand fortgeworfen haben.” Fast kam so etwas wie Wut auf in dem Jungen. Doch der Vater zückt die Geldbörse.

Wieder auf der Straße hält der Junge sein Schiff stolz und fest in den Armen.

„Du Papa?!” - „Ja, mein Junge.” „Du: Eigentlich gehört uns das Schiff  jetzt zweimal!”

 

So ist es auch mit dem guten Vater im Himmel und seinem Sohn
So ist es auch mit Gott: Auch Gott hat einen Sohn, von dem im selbst im Alten Testament ständig die Rede ist - zum Beispiel in Sprüche 8:
„Der Herr schuf mich vor langer Zeit, ich war sein erstes Werk, noch vor allen anderen. In grauer Vorzeit hat er mich geschaffen; und so war ich schon da, als es die Erde noch nicht gab. Lange bevor das Meer entstand, wurde ich geboren. Zu dieser Zeit gab es noch keine Quellen, und es standen weder Berge noch Hügel. Ich war schon da, bevor Gott die Erde mit ihren Feldern erschuf. Ich war dabei, als Gott den Himmel formte, als er den Horizont aufspannte über dem Ozean, als die Wolken entstanden und die Quellen aus der Tiefe hervorsprudelten,  als er das Meer in die Schranken wies, die das Wasser nicht überschreiten durfte, als er das Fundament der Erde legte - da war ich als Kind an seiner Seite. Ich erfreute mich an Gott und seinen Werken, ich spielte auf seiner Erde und war glücklich über die Menschen.”

Gemeinsam mit dem Vater formte der Sohn die Erde. Die Bibel, das Alte Testament, beginnt mit der Schöpfungsgeschichte. Als Höhepunkt der Schöpfung werden die Menschen erschaffen. Gott spricht in der Wir-Form: „Lasst uns Menschen machen in unserem Bild, uns ähnlich!” Und glücklich entlassen Gott Vater und Gott Sohn ihre Schöpfung in die Freiheit.

Die Menschen auf tödlichem Kurs
Schon bald gehen die Menschen auf einen eigenen Kurs. Es stört sie nicht mehr, dass Gott ruft. Sie töten, sie morden.
„Es ist keiner, der Gutes tut.” schreibt viele hundert Jahre später der Apostel Paulus an die christliche Gemeinde in Rom. (Römer 3). Und im Johannes-Evangelium wird beschrieben, wie sehr sich Gott wieder nach einer intakten Beziehung zum Menschen sehnt: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern das ewige Leben habe.”

Noch einmal Paulus im genannten Römer-Brief: „Um unsere Schuld zu sühnen, hat Gott seinen Sohn am Kreuz für uns verbluten lassen. Das erkennen wir im Glauben, und darin zeigt sich, wie Gottes Gerechtigkeit aussieht. In seiner Geduld hatte Gott ja bis dahin die Sünden der Menschen ertragen,  um sie jetzt um Jesu willen zu vergeben und damit seine Gerechtigkeit zu erweisen. So steht fest, dass Gott allein gerecht ist und nur den von seiner Schuld freispricht, der an Jesus Christus glaubt.”

Deshalb gehört, wer an Jesus Christus glaubt, eigentlich zweimal Gott: Weil Gott ihn erschaffen hat - und weil er ihn mit dem Blut seines Sohnes „erkauft” hat.

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Fotos: Copyright Hemera Photo Objects Plus

 

 

 

 

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