Merk-Bar: Islam

www.christen-in-altena.de  oder zurück zur “Merk-Bar”

Beten Christen und Muslime zu ein und dem selben Gott?

Nach dem Terror-Angriff mahnen viele - mit Berechtigung - zum friedlichen Miteiander der Religionen. Es muss möglich sein, an verschiedene Götter oder Erlösungswege zu glauben und dennoch friedlich miteinander zu leben. Aber bedeutet das,  Unterschiede zu leugnen? Bis zu der Behauptung, dass Muslime und Christen an den selben Gott glauben?
Zur Erinnerung zunächst ein Rückblick auf die Entstehung des Islam.
Direkt zur Antwort: Allah = Gott?

Der Islam

Bis in die Zeit des islamischen Propheten Mohammed verehrten die Beduinen der arabischen Welt über 500 Gottheiten, darunter "Hubal", dem örtlichen Gott in einem kleinstädtischen Oasenzentrum. Seine "Kirche" war die "Kaaba", ein Gebäude, das angeblich Abraham und sein Sohn Ismael erbaut hatten.

In der vor-islamischen Zeit standen dort Statuen aus Stein, die Götter darstellten - darunter Hubal - vermutlich ein Kriegsgott - und die drei Töchter. Diesen Gott verkündete Mohammed als Ursprung, als Al-lah, als "Ein Gott", als "Einzigen Gott".

Mohammed ibn Abdallah verfasste den Koran, die Bibel des Islams, so zwischen den Jahren 610 bis 632 nach Christi Geburt. Er übernahm viele Aussagen der Bibel. Anderes empfing er laut Überlieferung durch Gottes-Offenbarungen.

“Völker der Bibel”
Christen, Juden und Muslime sind nach islamischer Ansicht „Völker der Bibel”. Sie alle stammen von Abraham ab. Abraham - wir lesen von ihm in der Bibel, wie er dem Ruf Gottes folgte und  in ein verheißenes Land zog. Eine ganz zentrale Geschichte ist die, wie Gott ihn auffordert, seinen Sohn zu opfern - aus Liebe zu Gott. Abraham folgt dem Wunsch Gottes und in dem Moment, als er zustechen will, ruft ein Engel: “Halt Abraham!”

Wer lag auf dem Opferaltar?
Es ist ein alter Streit selbst unter Muslimen. Wer lag dort gefesselt auf dem Altar: Isaak - einer der Stammväter Israels? Oder Ismael - vermutlich Stammvater der arabischen Völker.

Nach christlicher Ansicht ist die Tat Abrahams ein Bild für das, was Gott später selbst tun würde: Aus Liebe zum Menschen lässt er seinen Sohn sterben: Jesus Christus am Kreuz von Golgatha. Nur, dass dort niemand im letzten Moment „Halt” rief.

Neben Adam, Abraham, Noah und Mose gehört selbst Jesus zu den Propheten des Islam. Bloß, so die Lehre Mohammeds: Sie lösten letztlich Verwirrungen und Verirrungen aus - Irrlehren. Im Gegensatz zu Mohammed.

Durch Kriege explosionsartig verbreitet
Bis 732 verbreitete sich die neue Religion durch Kriege fast explosionsartig, später noch einmal im 16. Jahrhundert.

Unter dem 3. Nachfolger Mohammeds erhielt der Koran, von dem es x Fassungen gab, seinen heutigen Inhalt. Mohammed selbst konnte weder schreiben noch lesen.

Oberstes Lehrgebot ist der zweigliedrige Glaubenssatz "Allah ist ein einziger (alleiniger) Gott, und Mohammed ist sein Prophet.

Sind Gott und Allah identisch, wie viele behaupten?

Wir möchten Bibel und Koran vergleichen, um dieser Frage nachzugehen. Beispielhaft seien sechs Bereichen herausgegriffen. Prof. Werner Gitt argumentiert zunächst ganz simpel: Kann Allah einen Sohn haben? Nein! Also sind der dreieinige Gott (Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist) und Allah nicht eins.

Sure 6:101-102, 9:30-31 Die Christen haben gesagt: Der Messias ist der Sohn Allahs: Sie entsprechen dem Wort derjenigen, die vorher den Glauben verweigert haben. Allah bekämpfe sie - wie sind sie getrogen. 19:35 und 112:1-4 Nie zeugte er (Allah) und nie ist er gezeugt.

1. Das Verhältnis zum Menschen

Die Bibel spricht von einem Gott der Gefühle:

Bibel, Altes Testament: Buch Jesaja Kapitel 42, Verse 15ff.: Wie eine Gebährende will ich nun stöhnen, schnauben und nach Luft schnappen zugleich. Ich will Berge und Hügel ausdörren und all ihr Kraut vertrocknen lassen. Und ich will Ströme zu Inseln machen. .. Und ich will die Blinden auf einem Weg gehen lassen, den sie nicht kennen, ... Die Finsternis will ich zum Licht machen

Johannes-Evangelium Kapitel 3,Vers 16: So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an IHN glaubt, nicht verloren gehe...

Die Bibel beschreibt, dass das Verhältnis zu Gott so sei kann wie das eines guten Vaters zu seinem Kind. „Abba, lieber Vater” (Rö. 8,15) „Einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen - sagt Paulus. Christen sind „Kinder Gottes“ nicht nur im Sinne der Erschaffung, sondern auch im Miteinander.

Gott wird Mensch Joh.1: “Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles wurde durch dasselbe und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist. In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst. ... Ab Vers 14: Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine H. als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. .. Niemand hat Gott jemals gesehen, der eigeborene Sohn, der in des Vater Schoß ist, der hat ihn kundgemacht.

Der Koran spricht von einem unnahbaren Gott. Muslime empfinden es als böse, Allah überhaupt mit irgendetwas oder irgendjemand auf der Erde zu vergleichen. Allahu akbar - Gott ist immer noch größer: Niemand kann in ein persönliches Verhältnis zu ihm treten. Allah ist ein mächtiger Herrscher hoch oben auf seinem Thron.

2. Errettung/Erlösung

Die Bibel, deutlich das Neue Testament, sagt, dass sich keiner den Himmel verdienen kann. Aber Jesus Christus hat für all den Mist, den wir im Leben anstellen, bezahlt. Wer das annimmt, den nimmt Gott an.

Der Muslime muss bestimmte Regeln einhalten (nach Mekka pilgern, beten, Almosen geben u.a.). Dann wird ihm Allah (vielleicht) gnädig sein. Je nachdem, ob Sünden oder gute Taten überwiegen, muss der Muslime länger oder kürzer im Fegefeuer schmoren. Eine „Abkürzung“ gibt es: Muslime, die im heiligen Krieg für Allah sterben (wie die Attentäter in den Flugzeugen über Amerika): Sie kommen auf dem direkten Weg ins Paradies. Sure 4, Vers 95 + 96: Allah hat die mit ihrem Gut und Blut Streitenden im Range erhöht über die Stillsitzenden. Einem jeden aber hat Allah Gutes verheißen; doch die Gottesstreiter hat Er vor den Stillsitzenden ausgezeichnet durch einen großen Lohn - Rangstufen von Ihm und Vergebung und Barmherzigkeit

Die Bibel: Römer-Brief, Kapitel 3: „Es gibt keinen, der einsichtig ist und nach Gottes Willen fragt. Alle haben sich von ihm abgewandt und sind dadurch für Gott unbrauchbar geworden. Da ist wirklich keiner, der Gutes tut, kein einziger. (...)
Aber was sich keiner verdienen kann, schenkt Gott in seiner Güte: Er nimmt uns an, weil Jesus Christus uns erlöst hat. Um unsere Schuld zu sühnen, hat Gott seinen Sohn am Kreuz für unsverbluten lassen. Das erkennen wir im Glauben, und darin zeigt sich,
wie Gottes Gerechtigkeit aussieht.”

Koran: Sure 4, Vers124: „Wer rechtschaffen handelt, und er ist ein Gläubiger, so gehen diese in den Paradiesgarten hinein, und sie werden nicht um ein Dattelkernfleckchen unrecht behandelt.

3. Bibel und Koran kennen beide eine Strafe für im Leben begangene böse Taten:

Das letzte Buch der Bibel, Offenbarung, Kapitel 20, Vers 15: Und wenn jemand nicht im Buche des Lebens eingeschrieben gefunden ward, wurde er in den Feuersee geworfen.
Lukas 11, Vers 23: Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.

Sure 4:14 Wer sich Allah und Seinem Gesandten widersetzt und seine Grenzen übertritt, den lässt Er in ein Feuer hineingehen, ewig dort zu sein.

4. Vom Umgang mit Feinden:

Hier tritt ein enormer Widerspruch zutage: Jesus sagt: Wenn dich jemand auf die linke Backe haut, biete ihm auch noch die rechte an. Matth. 6: «Euch allen sage ich: Liebt eure Feinde und tut denen Gutes, die euch hassen.” und „Segnet die Menschen, die euch Böses wünschen, und betet für alle, die euch beleidigen.”

Mohammed sagt im Koran, Sure 47:4 ... Feinden in den Nacken schlagen bis, wenn ihr sie niedergekämpft habt, ihr dann die Fesseln fest macht.  

5. Auftrag

In den letzten Versen des Matthäus-Evangeliums gibt Jesus den Auftrag: „Geht hinaus in die ganze Welt und ruft alle Menschen in meine Nachfolge! Tauft sie und führt sie hinein in die Gemeinschaft mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist! 
Lehrt sie, so zu leben, wie ich es euch aufgetragen habe. Ihr dürft sicher sein: Ich bin immer und überall bei euch, bis an das Ende dieser Welt!“
  Es geht um Verhalten und Einstellung jedes einzelnen Menschen. Wo Christen das Schwert ergriffen, um Heiden zu bekehren, haben sie die Botschaft Jesu völlig falsch verstanden und verdreht. Die einzige Waffe eines Christen ist seine Bibel: ein Liebesbrief Gottes an die Menschen.

Kein Christ hat das Recht, einem anderen Menschen seine Religion aufzuzwängen. Aber er hat den Auftrag, von der Liebe Gottes zu erzählen.

Laut Mohammed gibt es zwei Machtbereiche auf dieser Erde:

Dar al-Islam“ (Haus d. Islam) unter dem Recht der Sharia. Der Rest ist „Haus des Krieges” („Dar al-Charb“). Das Mittel zur Islamisierung heißt „Jihad” - „Heiliger Krieg”. Seine Waffen sind sehr verschieden:

- deutsche Frauen zu heiraten (obwohl Muslime eigentlich keine ungläubigen heiraten dürfen). -den Koran in Hotels auszulegen. - oder den bewaffneten Krieg.

Friedensverträge zu schließen ist nur erlaubt, wenn der Feind zu stark ist. Mohammed, der Prophet, selber musst 628 Frieden schließen mit den Machthabern von Mekka, den Stämmen von Kureish. Doch zwei Jahre später kam er mit 10000 Soldaten wieder - zur Ehre Allahs. Palästinenser-Präsident Arafat verweist immer wieder vor seinen moslemischen Glaubensbrüdern auf den Friedensschluss von Kureish, wenn er Friedensverhandlungen mit dem mächtigen Israel rechtfertigt. Gebiete, die einmal islamisch waren, gehören Allah. So sind aus Sicht des Islam neben Israel auch Spanien und der Balkan eigentlich Dar al-Islam.

Kürzlich forderte der libanesische Scheich Said Schaaban seine Kämpfer zum Jihad auf: "Unser Marsch hat begonnen, der Islam wird zu guter Letzt auch Amerika und Europa erobern. Er ist der einzige Weg zur Erlösung, der dieser verzweifelten Welt bleibt."

 

6. Die Juden

Jesus war Jude

Johannes-Evangelium, Kapitel 8: Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn gläubig geworden waren: Wenn ihr in meinem Worte bleibet, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger,

Römer 1,Vers 16 „Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Rettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen;”

Römer 2, Vers 10:  „Herrlichkeit aber und Ehre und Friede jedem, der das Gute wirkt, zuerst dem Juden, dann auch dem Griechen;“

Römer10, Vers12: „Denn es ist kein Unterschied zwischen Juden und Griechen: alle haben denselben Herrn, der reich ist für alle, die ihn anrufen.“

Der Koran sagt:

für (Juden) ist Schande in dieser Welt, und im Jenseits wird ihnen schwere Strafe. Sure 5.42). Sie sind gewohnheitsmäßige Horcher auf Falschheit, Verschlinger von Unerlaubtem. Wenn sie nun zu dir kommen, so richte zwischen ihnen oder wende dich von ihnen ab. Juden verdienen nur Schande in diesem Leben. (Sure 2:85)

So lange es einen Judenstaat gibt, wird es Moslems geben, die ihn mit aller Gewalt bekämpfen. Sie dürfen es nicht dulden, dass Ungläubige über das Haus des Islam herrschen, auch wenn es nur ein paar Quadratkilometer wären.

 

Fazit

Gott und Allah werden uns völlig unterschiedlich beschrieben. Es kann sich nicht um ein und die selbe Person handeln. Deshalb stärken wir das Miteinander der Menschen - ohne innere Überzeugungen und Glauben aufzugeben!

Im letzten Buch der Bibel, im Buch der Offenbarung, werden uns Kriege und Terror, Brutalität und eine nie dagewesene Gewalt vorhergesagt. Es ist kein göttlicher Plan, aber eine Vorausschau auf die Früchte des Bösen; auf die Folgen des Tuns Satans, auf die Sünde der Menschen.

Deshalb bin ich froh, eine Perspektive zu haben: Christus ist für mich gestorben und für jeden Mensch, der die Tat Jesu am Kreuz für sich annimmt. Es ist eine völlig andere Sache zu wissen, dass mit dem Tod nicht  alles vorbei ist - sondern das “richtige Leben” erst beginnt

(H.)

Halbmond
Der Orient

Christus: Sohn Gottes am Kreuz

Jesus Christus: Er ist der Sohn Gottes und er wurde am Kreuz hingerichtet - beides wird von Muslimen bestritten. Es entspricht nicht dem Charakter Allahs

Jerusalem: Über der Klagemauer die goldene Kuppel des Felsendoms

Nirgendwo prallen die Religionen so aufeinander wie in Jerusalem: Über dem letzten Rest des jüdischen Tempels thront die goldene Kuppel des islamischen Felsendomes. Israel muss islamisch werden - so lange werden Muslime kämpfen.

Westmauer / Klagemauer

Die Westmauer, einziger Überrest des jüdischen Tempels in Jerusalem. Muslime schauen verächtlich auf Juden: “Schande”.

Ich kämpfte für Allah
Johanna Al-Sein: Ich kämpfte für Allah

Eine Buchempfehlung zum Thema. Wir sprachen mit Autor Autor Ernst Schrupp

Erklärung zum Miteinander von Muslimen und Christen

Links zum Thema

Wie ist der Islam entstanden? Eine Antwort auf www.nikodemus.de

Wie Muslime Christ werden? Hier ist die Antwort: www.murat-findet-jesus.de/

Rechtlicher Hinweis: Die rechtliche Verantwortung für die angegebenen Seiten tragen die jeweiligen Anbieter. Wir haben keinerlei Einfluss auf deren Internet-Präsenz, weder auf Inhalt, noch Gestaltung und distanzieren uns vorsorglich.

Grafiken: die oberen beiden von IMSI Premium, die restlichen: Herema PhotoObjects Plus. Fotos: Huels

www.christen-in-altena.de  oder zurück zur “Merk-Bar”

www.christen-in-altena.de - Homepage der ev.-freikirchl. Gemeinden Altena, Al.-Dahle und Al.-Evingsen

[Typisch] [Wir laden ein] [Wo wir sind] [Merk-Bar] [Service +]