Gibt es einen Weihnachtsmann?

“Plötzlich trat ein Engel Gottes zu ihnen, und Gottes Licht umstrahlte sie. Die Hirten erschraken sehr,  aber der Engel sagte: «Fürchtet euch nicht! Ich bringe euch die größte Freude für alle Menschen: Heute ist für euch in der Stadt, in der schon David geboren wurde, der lang ersehnte Retter zur Welt gekommen. Es ist Christus, der Herr. Und daran werdet ihr ihn erkennen: Das Kind liegt, in Windeln gewickelt, in einer Futterkrippe!  Auf einmal waren sie von unzähligen Engeln umgeben, die Gott lobten:  «Gott im Himmel gehört alle Ehre; denn er hat den Frieden auf die Erde gebracht für alle, die bereit sind, seinen Frieden anzunehmen.» Nachdem die Engel sie verlassen hatten, beschlossen die Hirten: «Kommt, wir gehen nach Bethlehem. Wir wollen sehen.... Der Weihnachtsmann?” (aus dem 2. Kapitel des Lukas-Evangeliums)

Gibt es einen Weihnachtsmann?

Die achtjährige Virginia O`Hanlon aus New York war in eine Sinnkrise gestürzt. Acht Jahre jung - und die Großen wollten ihr einreden, es gebe keinen Weihnachtsmann. Darum schrieb sie einen Brief an die Tageszeitung „Sun”:

Ich bin acht Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, es gibt keinen Weihnachtsmann. Papa sagt, was in der Sun steht, ist immer wahr.
Bitte: Sagen Sie mir: Gibt es einen Weihnachtsmann?
Virginia O`Hanlon.”

Die Sun reagierte prompt und setzte einen ihrer besten Männer an die Story. Er schrieb einen Artikel für die Titelseite, für die eins, wie Journalisten sagen. Francis P. Church schrieb:
„Deine kleinen Freunde haben nicht recht. Sie glauben nur, was sie sehen; sie glauben dass es nicht geben kann, was sie mit ihrem kleinen Hirn nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt.
Solcher Ameisenverstand reicht nicht aus, die ganze Wahrheit zu erfassen und zu begreifen. Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Es gibt ihn so gewiss wie die Liebe und Großherzigkeit und Treue. (...)”

Ein winziges Insekt im Weltall
Ich möchte eine andere schöne Geschichte erzählen, so als hätte ich sie erlebt.

Verstand einer Ameise? Ameisenverstand
In diesem Frühjahr bis in den Sommer hinein schnürte ich gern die Wander- schuhe, schnallte den Rucksack um und wählte den Weg hinauf den Berg. Frische Luft, blauer Himmel. Die dicken, alten Bäume, Vogelzwitschern, unberührte Natur.

An einer besonders schönen Stelle hatten Ameisen einen bestimmt einen Meter hohen Hügel gebaut. Wie manches Mal machte ich dort Brotzeit und schaute diesen kleinen winzigen Arbeitern zu, wie sie alles Mögliche auf ihrem Rücken in ihren Bau schleppten.

Eine böse Nachricht

Eines Tages, die ersten Blätter fielen, erhielt ich diese Nachricht vom Bau einer Straße. Genau dort, wo jetzt noch so fleißig die kleinen Tierchen über den Waldboden wimmelten.

Auf meiner nächsten Wanderung redete ich mit den Ameisen. Flieht! Nehmt den richtigen Weg! Der hier führt ins Unglück! Doch stur wie ein Esel blieben sie auf ihrem Weg.  Keinen Zentimeter brachte ich sie von ihrem Plan ab. Ich legte ihnen Stöckchen in den Weg - vergebens. Ich besorgte mir aus der wissenschaftlichen Bibliothek und dem Internet Ameisen-Sprachführer - vergebens.

In die Rolle einer Ameise geschlüpft...
An diesem Abend fand ich nur schwer in den Schlaf. Ich träumte. Im Traum schlüpfte ich selber in die Rolle einer Ameise. Jetzt konnte ich mit meinesgleichen reden. Ich machte die gleiche Rackerei mit, die die vielen anderen Arbeitsameisen über sich ergehen ließen. Ich erzählte ihnen von dem drohenden Unheil. Nur wenige glaubten mir. Im Gegenteil: Die Herrschenden fielen über mich her. Ich passte nicht in ihr Denkschema von einem höheren Wesen. Sie schleiften mich von einem Richter von den nächsten, bis sie das Todesurteil verhängten.

Der Wecker holte mich aus meinen Traum.

Was haben wir doch für einen Ameisenverstand.

Traum vom Weltraum-Flug per RaumschiffWir wissen: Das Weltall ist unendlich. Wir sehen in Science-Fiction-Filmen, wie Raumschiffe mit Transwarp-Geschwindigkeit reisen. Öffnungen im Weltall - so die Phantasie - führen durch die fünfte Dimension wie ein Gartenschlauch vom einen Ende einer Galaxie zum Ende eines anderen Sternenhaufens.

Menschen spüren, dass hinter dem Ende des Himmels - über unserem Verstand - nicht alles zu Ende ist - dass Leben dort erst beginnt.

Und doch glauben wir mit unserem Ameisenverstand nicht an Gott.

 

Was Wurmlöcher mit Weihnachten zu tun haben? (Fortsetzung)

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