Merk-Bar: Einst machte ich alle an

Einst stand ich ganz oben. Ich machte alle an. Ich hatte Farbe. Ich sprang ins Auge. Jedem, der vorbeikam, glänzten die Augen. Ich sehe es noch vor mir: dieses Funkeln. Und dann der Tag meines Lebens. Der Augenblick, an dem mein ganzes Dasein dem Mittelpunkt zustrebte. Der Höhepunkt, der Gipfel. Dieses Prickeln, ein Zisch und ahhh...

Dieses zufriedene Gesicht nur Zentimeter von mir entfernt... Zu eindeutig zweideutig? Der eine oder andere mag jetzt vielleicht nicht an eine Dose Coca Cola und den Augenblick denken, wenn ihr eiskalter Inhalt seine Wirkung entfaltet. Wenn man spürt, wie sich die frische Kühle Bahn bricht, wenn sie den Schlund hinabrinnt. Und den Augenblick, wenn die Dose den letzte Tropfen hergegeben und nur noch Wert hat für das „Duale System” (die mit dem „Grünen Punkt”). Ex und hopp.

Eindeutig zweideutig? Die Parallelen drängen sich auf: Die erste „Liebe”, dieses Prickeln, wenn „sie” um die Ecke biegt. Oder wenn „er” den Blick erwiedert. Dieses Sehnen nach dem vermeintlich alles entscheidenden Augenblick: der Kuß, Streicheln . . .

Es ist verrückt. Natürlich war die Sehnsucht echt und beide sprachen von „Liebe”. Doch schon bald wird einer der beiden Partner nach dem nächsten verlockenden Angebot im Regal greifen. Das erste ist verbraucht, hat alles gegeben. „Es” taugt nur noch Recycling!???

Das Denken unserer Gesellschaft bleibt nicht auf einen Bereich beschränkt: So, wie wir mit der „materiellen” Umwelt umgehen, behandeln wir bald unsere menschliche Umwelt - selbst die intimste. Die Werbung paukt es in uns hinein: Fertignahrung, ohne Mühe genossen. Langweiliges Fernsehprogramm? Wegsetten. Blöde Party? Wegdröhnen. Wir jagen von dem einen Höhepunkt zum nächsten und spüren die Gipfel menschlichen Daseins dennoch immer weniger. Ex und hopp! Als wären Menschen auch nur Blech mit bunter Werbung und coolen Sprüchen.

„Sie machen Dich geil auf das neueste Teil” singt die Gruppe PUR, „auf die Trends, die Du morgen nicht mehr kennst.” Von „Konsumreligion” singen die fünf schon etwas älteren Herren, die dennoch ankommen bei jungen Leuten. Ob die’s hören? „Die Welt ist schön für „Bild” und „Bunte”, Party!, „Bravo”!!!” Kern der Aussage, so der Titel: „Ganz egal”. „Ganz egal, was Du tust .. Laß sie denken, was sie woll’n. Denn es zählt nur, daß Du weißt - worauf es ankommt. Und was Dein Gewissen erträgt.”
(Originaltext PUR)

„Gewissen” scheint also doch kein Fremdwort zu sein. Und wie ist es mit Dir? Hörst Du noch das innere Rufen? Bestimmen andere den Wert Deines Lebens? Und was Dir „wert” ist?

Gott jedenfalls stellt keinen ins Eck, donnert niemanden in die grüne, graue oder gelbe Tonne. Aber wenn Du es schon drinliegst? Für Jesus bist Du so viel Wert, daß ER SELBST auf diese Erde kam. Er sieht auch unters Regal und bückt sich - und zeigt damit, wen er für wichtig hält. (H)

“Orientiert euch an Jesus Christus: Obwohl er Gott in allem gleich war und Anteil an Gottes Herrschaft hatte, bestand er nicht auf seinen Vorrechten. Nein, er verzichtete darauf und wurde rechtlos wie ein Sklave. Er wurde wie jeder andere Mensch geboren und lebte als Mensch unter Menschen. Er erniedrigte sich selbst und war Gott gehorsam bis zum Tod, ja bis zum schändlichen Tod am Kreuz. ... Vor Jesus werden sich einmal alle beugen: alle Mächte im Himmel, alle Menschen auf Erden und alle im Totenreich. Und jeder ohne Ausnahme soll zur Ehre Gottes, des Vaters, bekennen: „Jesus Christus ist der Herr!” (letzter Absatz aus der Bibel: dem Brief an die Philipper, Kapitel 2, Verse 5 bis 11).

www.christen-in-altena.de, “Merk-Bar”, Trends

www.christen-in-altena.de - Homepage der ev.-freikirchl. Gemeinden Altena, Al.-Dahle und Al.-Evingsen

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