Und sie erstaunten sehr über seine Lehre, denn sein Wort war mit Vollmacht. (die Juden über Jesus Christus, Lukas 4, Vers 32). Hätte jemand einen schwachen Glauben, so könnte er ihn in Jerusalem verlieren.
Wohl nirgendwo auf der Welt ballen sich Kirchen und Religionen auf so engem Feld wie dort. Die - Millionen-Metropole gilt drei Weltreligionen als „Heilige Stätte”: Juden als Stadt ihres einstigen Königs David und einst Standort des „Tempels”, Muslimen, weil Mohammed vom Tempelberg aus auf einem Pferd in den Himmel geritten sein soll. Und den Christen, weil Christus hier wirkte, starb und auferstand. In Alt-Jerusalem hält sich das Gemenge dennoch in Grenzen: Es gibt christliches, armenisches, islamisches und jüdisches Viertel. Die schrillsten Formen nimmt das religiöse Treiben im christlichen Teil an: Kirche neben Kirche, eine verschachtelter als die andere, oben betet die eine Gruppe, ganz oben lebt ein anderer Orden und ein halbes Dutzend andere nutzen alles andere. Das christliche Viertel Jerusalems ist das Inhaltsverzeichnis der
Christenheit. Wer in Jerusalem auf die Suche nach d e m Christus geht, gerät in einen christlichen „Super-Markt”. Das Bild, das Christen in Jerusalem bieten, muss Fremde abschrecken. Doch im Grunde genommen ist das Angebot auch in Europa vorhanden. Wer hat eigentlich recht? Wer zeigt „den Weg” zu Gott? Wer predigt „den wahren Christus?” Manche der christlichen Kirchen entstanden, weil die Machthaber ihrer Zeit es wollten. Andere entsprangen dem Bemühen, ehrlich zu glauben. Menschen lasen in der Bibel, verglichen Praxis ihrer Gemeinde und Anspruch der Bibel. Sollten einem Gläubigen wirklich die Sünden vergeben sein, wenn er einen Ablassbrief kauft? Zu wem soll man beten? Dieses alte Buch, die Bibel, führte Jahrhundert um Jahrhundert immer wieder Gläubige zurück zu Gott. Und es bleibt Maßstab für jeden modernen Menschen, Kirchen und Gruppen, christliche Vereine und Werke zu prüfen. Die Menschen zur Zeit Jesu jedenfalls spürten etwas von der „Vollmacht”, die in den Worten des Mannes aus Nazareth steckten. (H) Eine Frage zum Schluss: Was ist eigentlich Ihr „Maßstab”: für Leben, Religion, „gut und böse”? Möchten Sie mehr zum Thema lesen? Hier klicken! Möchten Sie mehr über die Bibel erfahren? Klicken Sie hier! |