"Der Rand der großen Welt ist nicht Dahle oder Evingsen!" Mit dieser Lebensweisheit begrüßte Ralf Kaemper die rund
250 Besucher des Benefiz-Konzertes für Pinsk, das die evangelisch-freikirchlichen Gemeinden Dahle und Evingsen am Samstag in der Schützenhalle veranstalteten. "Am Rande der Welt", so begrüßte Kaemper die Gäste, geschah vor über 2000 Jahren allerdings das Wunder der Christenheit." Christi Geburt gilt es dieser Tage wieder zu feiern. Die stärksten Stimmen aus den freikirchlichen Gemeinden hatten sich aus diesem Grunde zusammengetan, um
Jesus eine flotte Geburtstagsfete zu bescheren. "Sternenglanz erhellt die Welt"- unter diesem Motto strahlte auch die Dahler Schützenhalle am Samstagabend. Die kleinsten und größten Gemeindemitglieder hatten sich unter der Leitung von Dirigent Siegfried Kaemper mächtig ins Zeug gelegt und mit den glockenhellsten Stimmen die schönsten klassischen und modernsten Weihnachtslieder einstudiert. So manches Stück erkannten die Zuhörer erst beim zweiten
Hinhören. Pfiffig: "Silent Night". Was zunächst noch so besinnlich angestimmt wurde, entpuppte sich im Laufe des Stücks als peppige Gospeleinlage. Auf der Bühne herrschte Bewegung. Als Überraschung folgte ein flotter Übergang zum deutschen Klassiker "Stille Nacht". Still war der Abend allerdings nicht, jedenfalls nicht auf der Bühne. Obwohl die poppigen Melodien zum Mitklatschen, - singen oder - schnipsen einluden, besann sich das Publikum lieber auf das andächtige
Lauschen. Wie die besungenen Engel, die sich auf die Geburt des Jesuskindes freuten, freuten sich die Gäste über die gelungene Vertonung der Weihnachtsgeschichte. An die steife Bibelschrift hielt sich das Programm von "Sternenglanz erhellt die Welt" nicht. Einfache Texte, hörerfreundlich arrangiert, machten die frohe Botschaft selbst für die jüngsten Sänger und Zuhörer verstandlich. Christ ward geboren- sagt es weiter. In Zeiten, wo es noch kein Telefon
oder Internet gab, erklärte Ralf Kaemper, musste man sich auf andere Kommunikationsmittel beschränken. "Go, tell it on the mountains!"- Ruft es von den Bergen, hieß es damals. Auf dem Berg zu stehen, hieß näher bei Gott zu sein. Die Sänger am Samstag setzten auf Publikumsnähe. Über den Erfolg des Konzertes dürfen sich auch Pinsker Kinder freuen: Die Einnahmen kommen der Kinderferienaktion zu Gute, die in regelmäßigen Abständen Kindern aus Altenas
Partnerstadt ermöglicht wird. Ina Hornemann |