Allgemeines Priestertum

Ev.-freikirchl. Gemeinde Altena, Lüdenscheider Str. 20, 58762 Altena (Westfalen)

Typisch: Allgemeines Priesterum

Es gibt einige charakteristische Besonderheiten unserer Gemeinde. Dazu gehört, dass Gemeinden wie unsere so gut wie kein hauptamtliches Personal beschäftigen. Lediglich gemeinsam mit anderen Gemeinden oder sogar auf Bundesebene finanzieren wir “Vollberufler” für spezielle Aufgaben.
Bis auf den Hausmeister erfüllen ausschließlich ehrenamtliche Mitarbeiter alle anfallenden Aufgaben: die Predigten am Sonntag, die Kinder- oder Jugendarbeit, den Formalkram der heutigen Zeit, die Seelsorge, die Organisation von Veranstaltungen, diese Homepage und so weiter. Wir alle finanzieren auch das dazu nötige Material - vom Bastelbogen für die Kinderarbeit bis zum Gemeindehaus.

Natürlich: Nicht jeder kann alles. Aber die Arbeit ruht auf vielen oder sogar allen Schultern. So gibt es keine Ordinationen oder Prüfungen, bevor jemand für eine Predigt auf die Kanzel steigt. Jeder Christ darf einen Menschen, der zum Glauben an Jesus Christus gekommen ist, taufen. Auch Gebet oder Abendmahl („Brotbrechen”) sind an keinerlei Amt oder Person gebunden.

Grund ist das biblische Prinzip des „allgemeinen Priestertums: Jedes Gemeindemitglied hat eine Aufgabe in der Gemeinde und/oder darüber hinaus. Die Bibel vergleicht die (weltweite) Gemeinde der Christen mit einem lebendigen Körper:

- Jesus Christus ist der Kopf dieses Organismus’ (Kolosser-Brief Kapitel 1, Vers 18): „Jesus Christus ist das Haupt der Gemeinde, die sein Leib ist. Mit ihm hat alles angefangen.”
- Die anderen Körperteile stehen für die einzelnen Christen. So hat jedes seine Aufgabe.

Der Apostel Paulus beschreibt es recht bildreich in seinem Brief an die Gemeinde in Korinth: (1. Korinther Kapital 12 ab Vers14):

    „Nun besteht aber ein Körper aus vielen einzelnen Gliedern und Organen, nicht nur aus einem einzigen. (...)
    Deshalb hat Gott jedem einzelnen Organ des Körpers seine besondere Funktion gegeben, so wie er es wollte. (...) Darum kann das Auge nicht zur Hand sagen: «Ich brauche dich nicht!» Und der Kopf nicht zu den Füßen: «Ihr seid überflüssig!» Vielmehr sind gerade die Teile des Körpers, die schwach und unbedeutend erscheinen, besonders wichtig. Unser Leib soll eine Einheit sein, in der jedes einzelne Körperteil für das andere da ist. Leidet ein Teil des Körpers, so leiden alle anderen mit, und wird ein Teil gelobt, freuen sich auch alle anderen. An diesem Beispiel wollte ich euch erklären: Ihr alle seid der eine Leib Christi, und jeder einzelne von euch gehört als ein Teil dazu.”

Die Schlussfolgerung ist die einer Aufgabenteilung:

    (wiederum Paulus im Brief an die Korinther, Kapitel 12, Vers 28):
    „Jedem hat Gott seinen ganz bestimmten Platz zugeteilt. Da sind zunächst die Apostel, dann die Propheten und drittens Männer, die in der Gemeinde Gottes Wort lehren. Dann gibt es Christen, die Wunder tun und solche, die Kranke heilen oder Bedürftigen helfen. Einige leiten die Gemeinde, andere beten in unbekannten Sprachen. (...)”

Im gleichen Zusammenhang (zwei Verse zuvor) schreibt Paulus etwas über lebendige, abwechslungsreiche Gemeinde-Treffen:

    „Was heißt das nun ganz praktisch (...)? Wenn ihr zusammenkommt, hat jeder etwas beizutragen: Einige singen ein Loblied, andere legen Gottes Wort aus. Einige geben weiter, was Gott ihnen klargemacht hat, andere beten in unbekannten Sprachen, die dann für alle ausgelegt werden. Wichtig ist, dass alles zum Aufbau der Gemeinde geschieht.”

efg Altena:  www.christen-in-altena.de  oder zurück zur Rubrik “Typisch”  

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